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Matthias Ring neuer Bischof der Alt-Katholiken

Wechsel im März

Aus dem Archiv (09.11.2009)

Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland bekommt einen neuen Bischof.

Der Regensburger Pfarrer Matthias Ring wurde bei der Synode in Mannheim am Samstag im dritten Wahlgang mit 71 von 118 Stimmen zum Nachfolger von Bischof Joachim Vobbe gewählt. Der Kölner Dekan Jürgen Wenge hatte im entscheidenden Wahlgang 42 Stimmen erhalten.## Ring wird der 10. Bischof der rund 20.000 Alt-Katholiken in Deutschland und soll am 20. März 2010 geweiht werden. Der 62 Jahre alte Vobbe hatte aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt für das kommende Frühjahr erklärt. Matthias Ring wurde 1963 in Wallenfels geboren. Er studierte Theologie in Bamberg und Würzburg. Seit Herbst 1993 betreute er als Pfarrer die Alt-Katholischen Gemeinden Regensburg und Passau. Er wurde 2006 promoviert und ist seit vielen Jahren Chefredakteur der Alt-Katholischen Monatszeitschrift »Christen heute« sowie Vorsitzender der Finanzkommission des Bistums. Glückwünsche von der VELKD Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) gratulierte Ring zur Wahl. Ring gehöre seit vielen Jahren der Dialogkommission von VELKD und Alt-Katholiken an und habe die Arbeit mitgeprägt, erklärte der Leitende Bischof der VELKD, Bayerns Landesbischof Johannes Friedrich. Friedrich wünschte Ring viel Kraft für die neue Aufgabe, die ihn von Regensburg nach Bonn führen werde. Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland ist eine bischöflich-synodal verfasste katholische Kirche. Sie wählt sowohl ihre Pfarrerinnen und Pfarrer als auch ihr geistliches Oberhaupt selbst. 1873 eigenes Bistum gegründet Ihre Geschichte geht zurück auf das Erste Vatikanische Konzil, bei dem 1870 in Rom die Unfehlbarkeit des Papstes verkündet wurde. Die Gegner dieser Entscheidung schlossen sich 1873 zu einem eigenen Bistum zusammen, das noch im selben Jahr die staatliche Anerkennung in den meisten deutschen Staaten erhielt. Die Alt-Katholiken verstehen sich als Reformkirche. So ist es den Geistlichen auch freigestellt zu heiraten. Auch ist eine kirchliche Wiederheirat für Geschiedene möglich. Seit 1994 sind Frauen zu allen kirchlichen Ämtern zugelassen. epd